Messebericht INTERGEO Expo

 

Digitalisierung – das war das große Thema der INTERGEO Messe 2019. Mit 708 Ausstellern und rund 19.000 Fachbesuchern fand die dreitägige Veranstaltung vom 17. bis zum 19. September in Stuttgart statt. Dort konnten Besucher die neusten Trends der Vermessungs- und Geoinformationstechnik bestaunen.

 

Nun fragt ihr euch bestimmt, was das mit Drohnen zu tun hat. Aufgepasst liebe Drohnenfreunde! Im Rahmen der INTERGEO Messe fand auch die Interaerial Solutions Expo (IAS) statt. Hier wurden auf einem großen Bereich der Messe, der unter anderem auch eine Flight Zone beinhaltete, die neusten Trends der kommerziellen und zivilen Drohnennutzung präsentiert und sogar live demonstriert. Für alle, die nicht dabei waren haben wir euch hier einige unserer persönlichen Highlights zusammengestellt.

 

Ganz vorn in unserem persönlichen Ranking ist der Podcopter von INSENSIV. Neben der Nutzung im Bereich der Sicherung und Detektion, kann der PodCopter auch in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt werden. Das besondere an ihm: anders als herkömmliche Drohnen, ist der Podcopter über ein Kabel mit einer Ladevorrichtung verbunden und hat somit eine unbegrenzte Flugzeit. Gerade in der Landwirtschaft kann dies von großem Nutzen sein, wenn beispielsweise größere Agrarflächen auf Schädlinge oder Unkraut untersucht werden müssen.

Ein weiterer Blickfang war das gemeinsame Projekt von DHL und Wingcopter. Mit seiner hohen Nutzlast von bis zu 6 kg und einer Flugzeit von bis zu 2 Stunden, könnte der Wingcopter in Zukunft medizinische Transporte in abgelegene Gebiete übernehmen und so Menschenleben retten. Ein erstes Pilotenprojekt wurde bereits in Tansania gestartet. Dort werden von einem Lagerhaus in Mwanza aus, Medikamente in die umliegenden Gebiete am Victoria See transportiert.

Eine innovative Lösung, die man nicht sofort mit Drohnen in Verbindung bringt, präsentierte Meteomatics mit ihren Wetterdrohnen. Diese kleinen Helfer lösen das Problem der Datenknappheit. So können Daten aus einer Höhe von bis zu 3km über dem Boden zuverlässig übermittelt werden. Wettervorhersagen werden somit noch präziser und verlässlicher.

Dass aus Spaß auch Ernst (oder in dem Fall besser Exabotix werden kann) beweist Alexander Helbing und sein Team. Er ist unter anderem bekannt als eines der Gesichter hinter dem erfolgreichen YouTube-Kanal „The Real Life Guys“, der durch das Video mit der fliegenden Badewanne auch weit über die Szene hinaus Berühmtheit erlangte. Auf der IAS war er in seiner Funktion als Geschäftsführer von Exabotix. Seit 2015 entwickelt und fertigt das Unternehmen besonders robuste Industriedrohnen für Vermessung und Inspektion.

Neben Drohnen für innovative Anwendungen stand die diesjährige IAS aber auch unter dem Zeichen der Integration von unbemannten, zum Teil autonomen, Flugsystemen (UAS) in den Luftraum sowie die Auswirkungen der neuen EU-Richtlinie, die nächstes Jahr auch in Deutschland in Kraft treten wird, zu einem EU-weit standardisierten Verfahren, um Drohnen im Wirtschaftsraum einheitlich nutzbar zu machen. Für mehr Sicherheit und Transparenz im Luftraum sollen hier in Zukunft unter anderem UAS Traffic-Managementsystem (UTM), wie sie beispielsweise Droniq, ein Joint Venture der Deutschen Telekom und der Deutschen Flugsicherung, und Airmap anbieten wollen, sowie Remote ID, eine Art digitales Nummernschild, das Drohnen einwandfrei in einem kollaborativen Luftraum identifiziert, sorgen.

So geht wieder einmal eine eindrucksvolle Drohnenmesse zu Ende. Was bleibt sind viele neue Erkenntnisse, aber auch die Frage, wie sich die unbemannte Luftfahrt wohl weiterentwickeln wird. Es bleibt also spannend in einer der disruptivsten Branchen unserer Zeit.

Gemeinsames Projekt von DHL und Wingcopter
Wetterdrohne von Meteomatics
Messeaussicht
Alexander Helbig von Exabotix
Funktionsweise des UTMs (Quelle: Droniq)

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